Archiv der Kategorie 'Quiz'

Mitquizzen mit Halbwissen IV – Joecks Studienkommentar gewinnen – Frage 2/3

Wir haben uns sehr über die rege Diskussion zur letzten Quizfrage gefreut. Daher gibt es heute eine Frage, deren Beantwortung nur weniger Worte bedarf.

Es gilt zu beantworten, ob der Selbstmord entweder nach § 211 (Mord) oder nach § 212 StGB (Totschlag) strafbar ist.

Ihr habt wieder bis Montag abend Zeit. Die Lösungen in den Kommentaren werden erst nach Ablauf der Lösungsfrist angezeigt. So es denn klappt.

Nicht vergessen: Um zu gewinnen, müsst ihr euch für den (kostenlosen) Newsletter von Beck online anmelden.

Mitquizzen mit Halbwissen III – Joecks Studienkommentar gewinnen – Frage 1/3

Die erste Frage ist aus dem Besonderen Teil des Strafgesetzbuches.

In den USA wurden vor kurzem zwei Frauen zur Bestrafung symbolisch an den Pranger gestellt. Sie hatten im April in einem Walmart zwei Geschenkgutscheine im Wert von 80 Dollar gefunden, die ein 9jähriges Mädchen dort zuvor verloren hatte.

Mit den Gutscheinen haben sie dann im Walmart nach Herzenslust eingekauft.

Frage: Strafbarkeit der beiden Frauen nach dem StGB?

Wenn ja: Welcher Tatbestand/welche Tatbestände des StGB wurden verwirklicht?

In jedem Fall erwarten wir eine kurze Begründung.

Lösungen dürft ihr bis Montag abend als Kommentar hinterlassen.

Die Auflösung erfolgt erst nach der dritten Frage.

Zur Erinnerung: Mitmachen kann jeder, das Buch gewinnen aber nur, wer sich für den Newsletter des beck-shop registriert hat.

Die sonstigen Regeln der Verlosung findet ihr hier.

Nachtrag 15. November 2009: Gemeint ist die hypothetische Strafbarkeit, also die Strafbarkeit für den Fall, dass beide Frauen Deutsche sind und die Tat in einem Deutschen Kaufhaus begangen worden wäre.

Konstantin Stern

Mitquizzen mit Halbwissen III – Joecks Studienkommentar StGB gewinnen

In unserer Reihe „Mitquizzen mit Halbwissen“1 verlosen wir zusätzlich in den nächsten acht Wochen vier aktuelle Bücher aus dem Bereich Studienliteratur zum Strafrecht, die uns der Beck Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

In den ersten Runde verlosen wir den Joecks Studienkommentar StGB.

Joecks Studienkommentar Cover
Lehrbuch/Studienliteratur
8. Auflage 2009. XVI, 856 S. Kartoniert
C. H. Beck ISBN 978-3-406-58479-4
Kombination aus Kommentar, Lehrbuch und Repetitorium

Da das in unseren Augen und in den Augen des Beck Verlags tolle Preise sind, gibt es aber einige Regeln einzuhalten.

1. Im Laufe von jeweils 2 Wochen werden 3 knifflige, strafrechtlich relevante Fragen gestellt. Möglichst viele davon sollten mittels der Kommentarfunktion beantwortet werden. Zur Beantwortung habt ihr jeweils 2 Tage Zeit.

2. Aus dem Kreis derer, die die meisten richtigen Lösungen als Kommentar hinterlassen haben, ziehen wir in der Kanzlei einen Gewinner.2

3. Diesen bitten wir um Angabe einer postalischen Adresse. Das Buch kommt dann direkt von Beck.

4. Zum Schluss eine wichtige Bedingung: Gewinnen kann nur, wer sich bis zur Auslosung für den beck-shop-Newsletter registriert hat. Wenn ihr den Newsletter bereits abonniert habt, genügt das natürlich.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Knobeln und Glück beim Gewinnen!

Konstantin Stern

  1. die wir weiterhin nach der Regel: „in drei Monaten so viele richtige Lösungen wie möglich im Kommentar hinterlassen und einen tollen Preis gewinnen“ spielen [zurück]
  2. und versprechen – auch wenn der Rechtsweg ausgeschlossen ist – ein faires Verfahren. [zurück]

Mitquizzen mit Halbwissen II – Kosmetik

Welcher Kosmetikartikel führte in den 90er Jahren zu jener berühmten Entscheidung, in der der Bundesgerichtshof in Strafsachen urteilte, dass ein offensichtlich ungefährlicher Gegenstand kein taugliches Tatmittel im Sinne des § 250 I Nr. 1b StGB (Raub mit sonstigen Werkzeugen und Mitteln) sein kann?

Auflösung übermorgen!

Konstantin Stern

Mitquizzen mit Halbwissen I – Aufwärmrunde Lösung

Die erste Frage war – zugegeben – wirklich nur zum Aufwärmen gedacht.

Die gestrige Frage lautete:

Wie heißt das oberste Gericht für Strafsachen in Deutschland und wo hat es seinen Sitz?

Die richtige Lösung:

Der Bundesgerichtshof BGH ist das oberste deutsche Gericht auf dem Gebiet der ordentlichen Gerichtsbarkeit, und somit auch in Strafsachen.

Der Bundesgerichtshof hat gemäß § 123 GVG seinen Sitz in Karlsruhe.

Fünf der 28 Senate sind Strafsenate. Vier davon haben ihren Sitz in Karlsruhe, einer, der fünfte, seit 1997 in Leipzig1.

Die grobe richtige Lösung lautet somit:
BGH in Strafsachen, Karlsruhe und Leipzig.

Das Bundesverfassungsgericht ist nicht Teil des Instanzenzuges der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Es überprüft zwar (auch) Entscheidungen der Gerichte, aber nur bei einer möglichen Verletzung spezifischen Verfassungsrechts, insbesondere wenn das Fachgericht die Bedeutung eines Grundrechtes für die Entscheidung verkannt hat (sog. Heck’sche Formel2).

Um nicht in die Tiefe zu gehen und eine klare Antwort zu geben: Das Verfassungsgericht ist nicht das oberste deutsche Gericht in Strafsachen. Beim BGH ist grundsätzlich Schluss (und das ja auch nur, wenn das Verfahren vor den Landgerichten oder Oberlandesgerichten begonnen wurde. Die bei Aldi geklauten Zigaretten bringen euch somit nie zum BGH nach Karlsruhe und zum Verfassungsgericht auch nur im seltenen Ausnahmefall, zB bei Verletzung des rechtlichen Gehörs..).

Ähnliches gilt für den Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg (bislang und bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon: Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften) und übrigens auch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, die es vereinzelt ebenfalls mit strafrechtlichen Materien zu tun bekommen.

Beide scheiden – mögen sie fraglos auch rechtliche Wirkung in Deutschland entfalten – bereits aufgrund Ihres Sitzes im Ausland aus dem Kreis der möglichen Antworten. Teil des Instanzenzuges sind sie ebenfalls nicht.

Wer nun also, BGH (in Strafsachen) Karlsruhe/Leipzig oder auch nur BGH Karlsruhe genannt hat, hat sich bereits den ersten Aufwärmpunkt verdient. Auch lassen wir in dieser Aufwärmphase noch das Bundesverfassungsgericht gelten, stellen aber schon jetzt klar, dass Familienangehörige natürlich keinen Anspruch auf den Preis haben.

In ein paar Tagen gibt es die nächste Frage mit Tagesfrist zum lösen. Also abonniert am besten den Feed, zum Beispiel beim Datenhamsterergoogle reader .

Bezüglich der Kniffligkeit der Fragen ist natürlich noch viel Luft nach oben!

Konstantin Stern

  1. und zwischen 1952 und 1997 in Berlin [zurück]
  2. Verzeiht den Wikipedia-Link. Wer kennt eine gute Seite, auf der die Heck’sche Formel vernünftig und knapp erklärt wird? [zurück]